Eiger Bike-Challenge 2005 in Grindelwald
Nachdem bereits in den Vorjahren vereinzelt TSVK-ler an der Eiger-Bikechallenge
mitgemacht haben, wagten es dieses Jahr vier, die Strecke unter die Räder zu nehmen.
Bereits am Samstag angereist haben wir uns am Abend im Festzelt mit Teigwaren auf
den Wettkampftag vorbereitet. Neben der Strecke war natürlich das Wetter das grosse
Gesprächsthema, da Regen angekündigt war und sich die Frage stellte, ob wir noch
Trocken ins Ziel kommen werden. Nach einem Schlummertrunk machten wir uns danach
in die Federn.
Am Sonntag früh um 6 Uhr hat Urs den Hahn gespielt und draussen hatte es über die
Nacht wieder erwarten nicht geregnet. Also hiess es sich noch ein letztes Mal zu
Stärken. Dabei schauten wir fragend aus dem Fenster und überlegten was anzuziehen
sei. Es war noch bitter kalt und der erste Aufstieg zur grossen Scheidegg würde
dann ja schattig sein. Also entschlossen wir uns für etwas Langärmliges und kurze
Hosen, da wir ja kräftig in die Pedalen treten würden und so wohl schon war bekommen
würden.
Nachdem wir die Velos ein letztes Mal geprüft hatten, alles der Chip montiert und
alles in Ordnung schien, machten wir uns an den Start in Grindelwald Grund.
Punkt 8:15 war dann der Start unserer Serie und mir machten uns mit einem grossen
Feld durch Grindelwald Richtung grosse Scheidegg. Schon bald zu sich das Feld in
die Länge und vor uns und hinter uns bot sich ein schönes Bild von Bikern welche
sich die kurvige Strasse hoch kämpften. Auf der grossen Scheidegg angelangt begrüsste
uns sogar die Sonne und begeleitete uns weiter Richtung Aufstieg zur First. Oben
auf dem höchsten Punkt angelangt konnten wir uns nicht lange erholen den die anschliessende
Abfahrt hatte es wirklich in sich und erforderte höchste Konzentration. Zwar konnten
sich die Beine erholen aber dafür waren nun die Arme, sprich Hände zum Bremsen gefragt.
Aber nicht nur der Körper, sondern auch das Material war gefragt und wir trafen
schon bald auf die Ersten, welche durch die Wärme der Bremsen Probleme mit den Reifen
hatten und diese wechseln mussten. Wir hatten zum Glück alle Scheibenbremsen wodurch
wir von dem verschont blieben. Jedoch war bei Bruno schon bald die Vorderbremse
defekt und er musste die Abfahrten vorsichtiger, sprich manche Passagen zu Fuss
absolvieren, bis er zu einem Reparaturstand kam der seinen Schaden beheben konnte.
Beim Aufstieg auf die Busalp und der anschliessenden Abfahrt hiess es sich jeweils
gut zu stärken, den es lag noch eine lange Strecke bevor. Im Besonderen der Aufstieg
Richtung Bort, welcher es in sich hatte und wohl von den meisten das Velo stossen
unter die Füssen nahmen. Auch Patrik der das Eigerbike das erste Mal mitmachte stand
wie der Esel vor dem Berg und Urs musste mit drohenden Krämpfen etwas vorsichtig
sein. Zum Glück hatten wir unsere Helfer und Zuschauer welche uns an dieser Stelle
unterstützten. An dieser Stelle auch gleich ein herzliches Dankeschön. Wer danach
dachte er habe es geschafft (so wie ich) und es gehe auf einer gemütlichen Abfahrt
Richtung Grindelwald wurde eines besseren belehrt. Den es folgte eine schöne Streckenführung
mit Feld- und Waldpassagen welche Geschicklichkeit forderte aber auch immer wieder
mit kürzeren und längeren Aufstiegen. Da wir schon einige Kilometer in den Beinen
hatten wurden nicht mehr alle Passagen fahrend absolviert, sondern die eine oder
andere das Velo stossend. Zudem hatte Patrik nach einigen kleineren Kettenproblemen
dann noch einen Kettenklemer (nicht Kolbenklemmer, den dass hat es beim Velo ja
nicht) und musste diese mit roher Gewalt wieder frei kriegen. Als das Ziel schon
beinahe in Sicht lag, galt es noch die letzten kniffligen Waldpassagen über Treppen,
enge Kurven in einer rasanten Abfahrt zu bewältigen. Der Abschuss der (Tor)-Tour
bildet die happige Steigung zum Bärenplatz hinauf ins Ziel.
Und das Wetter? Nun Patrik hatte Glück und kam mit den ersten Regentropfen mit einer
Zeit von 4:24 ins Ziel. Urs erwischte den Regen auf der letzten Waldpassage und
musste bereits etwas vorsichtig über die Holztreppen manövrieren und kam mit einer
Zeit von 4:45 in Grindelwald an. Bruno welcher nach der Reparatur die Abfahrten
wieder besser fahren konnte musste nun wegen dem glitschen Nass vorsichtig sein.
So kam er mit 5:52 ins Ziel. Und Markus hatte für die misslichen Verhältnisse vorgesorgt
und eine Regenjacke dabei welche nicht nur etwas den Regen abhielt, sondern ihn
auch wärmte. So trotze der dem Wetter und fuhr mit 6:55 in Grindelwald ein.
Nachdem wir uns geduscht und aufgewärmt hatten erzählte dann jeder wie er das Rennen
erlebt hat und zur Belohnung zeigte sich auch die Sonne noch einmal. Beim anschliessenden
Abendessen diskutierten und erzählten wir dann natürlich weiter das Erlebte und
die Details. Und wie sich herausstellte war es trotz oder gerade wegen den Strapazen
für Alle ein gelungener Anlass der allen in guter Erinnerung bleiben wird.
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